Wählergemeinschaft Kirchheim – Stellungnahme zum Haushalt 2022


Kirchheim schafft Zukunft

Auch im dritten Jahr in Folge möchte ich im Namen der Wählergemeinschaft Kirchheim unsere Stellungnahme zum Haushaltsentwurf mit dem Zitat eines bekannten Bürgermeisters beginnen. Nach Manfred Rommel und Klaus von Dohnanyi nun Uwe Seibold, der dieses Motto Kirchheim schafft Zukunft anlässlich des Informationstages der Gemeinde am 23.10.2021 geschaffen hat.


Sprachen die beiden Erstgenannten von der theoretischen Notwendigkeit mutigen Handelns als Grundlage einer guten Stadtpolitik, so spricht aus Ihren Worten Herr Seibold die praktische Tat, die in vielen Punkten vom Mut der Verantwortlichen geprägt war und ist.
Aus dem Mut, auch in schwierigen finanziellen Zeiten den Blick nach vorne zu richten, in die Zukunft, und sich nicht beirren zu lassen von den Unebenheiten des Weges, ist im letzten Jahr so manches entstanden und noch mehr richtungsweisend geplant worden. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen des Haushaltsplans und der langfristigen Finanzplanung wider. Am Ende dieses Weges erwartet uns ein Kirchheim, welches für die Zukunft gewappnet ist, welches ein noch lebenswerterer und liebenswerterer Ort für die Bürgerinnen und Bürger geworden ist.
Jede und jeder, die bereits ein Haus gebaut bzw. umgebaut haben, wissen, dass zunächst Geld aufgenommen werden muss, ehe Zukunft entstehen kann. Und dennoch tun dies viele, weil sie von der Vorfreude auf ein gemütliches Heim und einen sicheren Rückzugsort angespornt sind. Ganz genauso geht es uns als Kommune. Wir sind in der Phase der Investitionen, dies macht dieser Haushaltsplan deutlich. Es sind riesige Summen, die in den nächsten Jahren benötigt werden und dennoch ist es machbar, was die Zahlen unseres Kämmerers Jürgen Bothner belegen.
Freuen wir uns also auf die vielfältige Zukunft unserer Heimatgemeinde.


Kirchheim schafft Zukunft für Familien
Die Zukunft unserer Schule auf dem Laiern ist durch den fast fertiggestellten Neubau gesichert. Wenn nun auch noch das Bestandsgebäude saniert ist, verfügen wir über eine moderne Bildungseinrichtung für unsere Kinder und Jugendlichen. Das ist auch gut so, verbringen diese doch einen Großteil ihres Tages darin und lernen für unserer aller Zukunft.
Der Naturkindergarten “Wiesenklecks“ hat im vergangenen Jahr die Türen seines Planwagens geöffnet und erfreulicherweise haben schnell viele Kinder dieses Kleinod zwischen Wiesen und Obstbäumen erobert und entdecken jeden Tag neu, was die Natur für Wunder bereithält. Wenn dann noch bis zum nächsten Jahr der Bewegungskindergarten in die neue Gemeindehalle Einzug hält, sind wir in Kirchheim in diesem Bereich vorbildlich aufgestellt.
Für die Gemeindehalle gibt es nun kein Zurück mehr, und das ist auch gut und richtig so, bietet sie in der Zukunft noch mehr die Möglichkeit, das rege und vielfältige Geschehen unserer sportlichen und kulturellen Vereine zu leben und zu präsentieren.


Kirchheim schafft Zukunft für die Natur
Bei allen Planungen für die Zukunft müssen wir einen Faktor besonders bedenken, die Natur und unseren Umgang damit.
Alle infrastrukturellen Überlegungen und Planungen führen ins Leere, wenn wir nicht gleichzeitig auch bedenken, wie wir schonend mit den natürlichen Ressourcen unserer Umgebung umgehen. Wir wollen uns dabei aber nicht darauf verlassen, dass andere auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene dies für uns richten, sondern die Möglichkeiten nutzen, die uns vor Ort zur Verfügung stehen. Daher möchten wir uns als Wählergemeinschaft dafür stark machen, die Photovoltaik weiter auszubauen, sowohl auf den öffentlichen Gebäuden als auch auf privaten. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass auf großen Flächen mehrjährige Blühwiesen entstehen, die einen Beitrag zu mehr Artenvielfalt leisten und durch ihre Farbenvielfalt die Spaziergängerinnen und Spaziergänger erfreuen.
Ein wichtiger Baustein ist auch die Weinkultur, das kommunale Weinbauprojekt, welches sich im vergangenen Jahr prächtig entwickelt hat. Die Weine aus unseren heimischen Steillagen schmecken nicht nur lecker, mit jeder verkauften Flasche tragen sie auch zum Erhalt dieser wunderbaren Landschaft bei. Wir als Wählergemeinschaft möchten, dass aus dem Projekt ein dauerhafter Eigenbetrieb Weinbau wird. Der Weinbau gehört zu Kirchheim und ohne die bewirtschafteten Steillagen wollen wir uns unsere Heimatgemeinde nicht vorstellen. Ob als Naherholungsgebiet für uns Menschen oder als Naturoase für Pflanzen und Tiere, gilt es sie zu erhalten. Dem Team der Weinkultur um Betriebsleiter Thomas Nollenberger gebührt an dieser Stelle ein großes Lob für das hohe Engagement und die beeindruckende Kreativität und Ideenvielfalt, mit der sie das Projekt angeschoben haben.
Die Erweiterungsmöglichkeiten Kirchheims für die Wohnbebauung sind durch die Gemarkungsgrenzen überschaubar. Wir möchten uns dafür einsetzen, dass bei allen weiteren Bebauungen ökologische und zukunftsträchtige Vorgaben von den Bauherrinnen und Bauherren beachtet werden. Der großflächige Ausbau des Nahwärmenetzes ist ein wichtiger Beitrag zur emissionsfreieren Zukunft Kirchheims.


Kirchheim schafft Zukunft für Kirchheim
Hatten wir vor Jahren noch gedacht, dass nach der Erweiterung und Sanierung von Schule und Gemeindehalle keine großen zukunftsträchtigen Projekte anstehen würden, so hat uns die Gegenwart eines Besseren belehrt. Es ist ein Glücksfall für Kirchheim, dass durch den Erwerb des Geländes der Firma Cronimet ein ganzes Areal rund um den Bahnhof neu entwickelt werden kann. Am Ortseingang von Kirchheim bieten sich vielfältige Möglichkeiten zur Aufwertung eines ganzen Viertels.
Durch Erweiterung der Park&Ride Plätze und deren kostenlose Nutzungsmöglichkeit für Bahnpendler wird der Bereich Ehewiesen spürbar entlastet werden. Der Busbahnhof wird die Wilhelmstraße vom Linienverkehr befreien und bietet somit dort weitere Möglichkeiten durch Fahrbahnverengungen die Verkehrsbelastung zu reduzieren.
Mit der Bebauung des Postareals wird der Bereich vor dem Bahnhof aufgewertet und erhält ein neues zukunftsträchtiges Gesicht. Das ehemalige Verwaltungsgebäude soll zur neuen Heimat für die Offene Jugendarbeit werden und durch die mögliche Wohnbebauung auf dem Gelände selbst auch bezahlbarer Wohnraum entstehen.
Nicht unerwähnt bleiben soll an dieser Stelle ein weiteres Projekt, welchem wir uns in den kommenden Jahren auch widmen wollen. Die Erlebbarkeit des Neckars und seine Nutzung als Naturoase und zur Naherholung. Darin liegt für uns ein Schatz den es zu bergen gilt.
Die Investitionen in den Glasfaserausbau sind ein weiterer Baustein für eine gute digitale Zukunft. Dass ein Großteil dieser Kosten durch Zuschüsse abgedeckt ist und für die Bürgerinnen und Bürger der Anschluss weitestgehend kostenneutral erfolgt, ist als Glücksfall für uns alle zu betrachten.
Die Erhöhung des Eigenwasseranteils an der Versorgung der Kirchheimer Haushalte und die damit notwendigen Investitionen sind für uns als Wählergemeinschaft ein Schritt hin zu mehr Eigenständigkeit und macht uns ein bisschen unabhängiger.


Kirchheim schafft Zukunft für alle Generationen
Von den Kindern und deren Betreuung war schon die Rede. Aber natürlich soll Kirchheim ein schöner und lebenswerter Ort für alle Generationen darstellen.
Dazu gehört die Fertigstellung der Pflege-WG genauso wie die gute ärztliche Versorgung im Ort. Der Dorfladen im Zentrum hat sich als wichtige Einkaufs- und Begegnungsmöglichkeit etabliert, wenn nicht gerade eine Pandemie das Begegnen schwierig macht. Die unterschiedlichen Angebote der Vereine, Kirchen und Organisationen möchten wir als Gemeinderat weiter unterstützen und sind froh und dankbar für so viel ehrenamtliches Engagement.
Die Zahlen dieses Haushaltes sind geprägt von den Investitionen in die Zukunft. Diese sind wichtig und notwendig.
Zum Schluss gilt unser besonderer Dank Ihnen Herr Bothner. Wir wissen unsere Finanzen bei Ihnen in sehr guten und sicheren Händen.
Unseren Dank wollen wir aber auch Ihnen Herr Seibold, Frau Fritz, Herrn Schön und Frau Liegl und der ganzen Verwaltung im Rathaus aussprechen, die sie in den letzten beiden Jahren neben den sich ständig wandelnden Anforderungen durch die Pandemie, die Zukunft und die Projekte nicht aus den Augen verloren haben und mit großem Einsatz und unter zum Teil schwierigen personellen Bedingungen diese Zukunft mitgestaltet haben.
Dies verdient unser aller Respekt.


Ja, Kirchheim schafft Zukunft und auf diese Zukunft dürfen wir uns freuen!


Elvira Schaible rückt im Rat für Tobias Lorenz nach

Bürgermeister Uwe Seibold hat am Donnerstag der vergangenen Woche Tobias Lorenz offiziell aus dem Gemeinderat verabschiedet und anschließend dessen Nachfolgerin Elvira Schaible im Gremium begrüßt. Lorenz wurde erstmals im Juni 2009 für die Wählergemeinschaft Kirchheim in den Gemeinderat gewählt und hatte kürzlich aus gesundheitlichen Gründen um die Entlassung aus dem Ehrenamt gebeten. Für Lorenz und die Wählergemeinschaft rückte nun Schaible ins Gremium nach.

 „Sie haben sich im Gemeinderat mit viel Engagement für die Gemeinde eingesetzt“, hob Seibold in seiner Laudatio auf Lorenz hervor. Lorenz habe sich im Rat als „Pragmatiker“ erwiesen, dessen Fachwissen immer wieder gefragt gewesen sei und dabei auch die „Belange der kleinen Handwerker vertreten“, lobte Seibold. Bei Bauprojekten wären es in vielen Fällen die Handwerker, „die der Lösung am nächsten“ seien. Seibold bedankte sich bei Lorenz im Namen aller Ratsmitglieder für dessen Einsatz im Gremium.

 Für die Ratsfraktion der Wählergemeinschaft schloss sich Stephan Hennig den Dankesworten von Seibold an. „Ich bedaure sehr, dass Du uns verlässt. Du hast im Rat immer eine deutliche Sprache gesprochen und in verhedderten Situationen manchmal einen klärenden Spruch getätigt“, wandte sich Hennig an Lorenz. Lorenz zeigte sich am Ende „sprachlos“ und bekannte: „Die Arbeit im Gremium habe ich gerne gemacht“. Aus der Hand von Hennig empfing Lorenz als Abschiedsgeschenk zwei Weinstöcke. Seibold übergab dem scheidenden Gemeinderat neben einem Pflanzenstock einen Geschenkekorb mit Kaffeeprodukten.

 

Anschließend hieß Seibold die neue Gemeinderätin im Gremium willkommen. „Sie sind zwar in unserer Runde neu, aber dennoch keine Unbekannte in Kirchheim“, stellte Seibold fest. Schaible sei bereits in mehreren Funktionen ehrenamtlich für die Gemeinde aktiv gewesen. Beispielhaft dafür führte Seibold Schaibles Engagement im Rahmen der Jugendarbeit beim Liederkranz Kirchheim an. Nach der Verlesung der Verpflichtungsformel erhielt Schaible vom Bürgermeister neben der Ernennungsurkunde eine Flasche mit Kirchheimer Wein aus der „Weinkultur“-Serie.


Wählergemeinschaft Kirchheim – Haushaltsrede 2021

Das Wichtigste ist eigentlich der Mut. Mut und das Gefühl für das, was man tun kann, wenn man die Freiheit dafür hat, es zu tun

(Klaus von Dohnanyi – 8. Mai 2020)

 

Eine Stadtpolitik, die nicht den Mut zur Veränderung besitzt, kann gleich sich selber auf dem eigenen kommunalen Friedhof beerdigen lassen

Mit diesem Zitat des langjährigen Stuttgarter Oberbürgermeisters Manfred Rommel möchte ich die Stellungnahme der Wählergemeinschaft Kirchheim zum vorgelegten Haushaltsplan 2020 und der mittelfristigen Finanzplanung beginnen.


Veränderungen brauchen Mut, brechen sie doch mit liebgewonnenen Gewohnheiten, die Sicherheit und Beständigkeit verheißen. Veränderungen bringen immer auch ein gewisses Risiko mit sich, da nicht alle Folgen vorhersehbar und kalkulierbar sind. Und dennoch sind Veränderungen das Schwungrad unseres Lebens, erweitern unseren Horizont und lassen Neues, vorher nicht für möglich gehaltenes entstehen. Es gehört für eine Gemeinde wie Kirchheim mit gerade einmal 6.000 Einwohner eine gehörige Portion Mut dazu die vielen Veränderungen der nächsten Jahre in Angriff zu nehmen. Doch wir sind als Wählergemeinschaft davon überzeugt, dass dieser Mut belohnt wird, durch mehr Lebensqualität und ein höheres Wohlempfinden unserer Bürgerinnen und Bürger. Und dafür lohnt es sich den ganzen Mut zusammenzunehmen und die großen und kleinen Projekte anzugehen. Neben dem Mut muss natürlich auch sehr viel Geld in den nächsten Jahren in die Hand genommen werden. Die einen bezeichnen dies als mutig und zukunftsorientiert, die anderen als waghalsig und nicht finanzierbar.

 

Mutig Handeln für Familien
Die wohnortnahe Betreuung der Kinder sicherzustellen steht dabei an erster Stelle. Die Attraktivität der Betreuung drückt sich für uns auch durch die Vielfältigkeit der Betreuungsorte und -formen aus. So sehen wir die Entstehung eines Naturkindergartens als wichtige Ergänzung zu den bisherigen Angeboten unserer Kindertageseinrichtungen. Dieses Konzept weiter zu verfolgen und zu fördern ist uns ein wichtiges Anliegen. Die Möglichkeit, im Zuge der Sanierung und Erweiterung der Gemeindehalle auch Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen, die dann durch die Nähe zu Halle und Schwimmbad ein Sportprofil verankern könnten, erweitert das Portfolio unseres Angebotes und macht Kirchheim als Betreuungsort vielfältig und attraktiv.
Aber nicht nur aus diesem Grund ist eine Sanierung und Erweiterung der Gemeindehalle inclusive des Lehrschwimmbeckens unumgänglich. Sie bietet den sehr aktiven Kirchheimer Vereinen die Möglichkeit in moderner Umgebung ihre vielfältigen Angebote noch attraktiver anzubieten. Wir sind der Überzeugung, dass jeder investierte Euro gut angelegt ist und als Rendite in Form von zufriedenen Bürgerinnen und Bürgern erstattet wird. Die Verwaltung wird die dafür benötigten Zuschüsse durch mutige Beantragung im begonnenen Jahr beschaffen und dann steht einer Umsetzung des Vorhabens in den Folgejahren nichts im Wege.
Sehr konkret wird es im Jahr 2020 mit der Erweiterung der Schule. Erfreut haben wir zur Kenntnis genommen, dass dieses Projekt mit zahlreichen Zuschüssen bedacht wurde und somit die Belastung für den kommunalen Haushalt etwas gemildert wird. Der Schulstandort Kirchheim wird dadurch gestärkt und gefördert und auch städtebaulich ist es nur ein Gewinn, wenn die vielen Container verschwinden, die noch dazu mit einem großen Betrag an Miet- und Stromkosten den Haushalt belasten.

 

Mutiges Handeln für ältere Menschen
Bereits in der letzten Haushaltsrede haben wir uns auf die Umsetzung der Pflege WG entlang der Schillerstraße gefreut und waren hoffnungsvoll, dass dieses Projekt in 2019 zügig vorankommt. Leider hat sich dies nicht bewahrheitet. Dennoch wollen wir nicht mutlos werden, sehen wir doch die Potenziale, die in dem Gebäude mit Pflege WG und Arztpraxen stecken, als immer noch gegeben. Der begonnene Weg hin zu mehr Barrierefreiheit muss in 2020 mit Unterstützung des externen Beraters fortgeführt werden. Dazu wird es auch nötig sein, an der einen oder anderen Stelle Geld in die Hand zu nehmen. Vor dem Hintergrund, dass Barrierefreiheit nicht nur älteren Menschen mit Rollstuhl oder Rollator, sondern auch jungen Familien mit Kinderwagen und Roller zugutekommt, macht diese Investitionen umso notwendiger.


Mutiges Handeln für unsere Kulturlandschaft
Dazu zählt für uns, dass die Bewirtschaftung der Steillagen sichergestellt werden muss und dies nicht nur aufgrund der Verkehrssicherungspflicht der Gemeinde, sondern weil uns die Erhaltung der Landschaft wichtig ist, die so viele Jahrzehnte prägend für unseren Ort war. Diese Mamutaufgabe wird nur von uns gemeinsam zu bewältigen sein, also im Zusammenwirken von Gemeinde, Wengertern, der WG Stromberg-Zabergäu und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Auch da wollen wir Mut zeigen, neue Wege zu gehen und neuen Ideen Raum zur Entfaltung geben.
Zur Kulturlandschaft gehören auch unsere historischen Gebäude, denen wir uns verpflichtet fühlen, die aber, da in die Jahre gekommen, unserer Unterstützung benötigen. Dabei sei gerade an das Starentor, das Backhäusle oder das alte Stellwerk gedacht.


Mutiges Handeln für Kirchheim
Dabei gilt es immer den Spagat zwischen erwünschter Veränderung und daraus resultierenden Belastungen zu meistern. Die innerörtliche Entwicklung verschiedener Projekte wie die Bebauung gegenüber dem Rathaus oder an der Ecke Wilhelm- Schillerstraße wird das Straßenbild verändern und viele neue Wohneinheiten entstehen lassen. Diese Veränderung bringt neben neuen Mitbürgerinnen und Mitbürgern natürlich auch Aufgaben mit sich, denen mutig begegnet werden muss. Die Verkehrs- und Parksituation muss genauso beobachtet werden, wie die Folgen des Bevölkerungszuwachses auf die Kinderbetreuung und der übrigen Infrastruktur. Gleiches gilt natürlich auch für alle neu zu entwickelten Wohnbebauungen. Dabei wollen wir darauf achten, dass klimafreundliche Vorgaben in den Bebauungsplänen verankert werden, dies sollten uns unsere wenigen Erweiterungsflächen wert sein.
Die Lenkung des Verkehrs war bereits im abgelaufenen Jahr ein dauerhaftes Thema. Dies wird es weiter bleiben, da nicht davon auszugehen ist, dass der Verkehr nach und durch Kirchheim weniger wird. Der verabschiedete Lärmaktionsplan muss mutig umgesetzt werden und eine Verlagerung des Verkehrs auf Straßen, die dafür nicht geplant wurden, muss verhindert werden.
Uns ist bewusst, dass diese Umsetzung auch einzelne Kirchheimerinnen und Kirchheimer in ihrem Fahrverhalten behindern werden. Dennoch wollen wir auch da Mut machen neue Wege, im wahrsten Sinne des Wortes, zu gehen.

 

Ein wichtiges Projekt zur weitern Entwicklung ist die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, die Einrichtung eines neuen “Busbahnhofs“ und die weitere Nutzung des Cronimetgeländes. Als Ortseingangsfläche hat sie dabei eine wichtige Funktion zu erfüllen, die eine mutige Gestaltung bedarf.
Der Dorfladen hat als innerörtliche Einkauf- und Begegnungsstätte große Bedeutung gewonnen. Die Entwicklung ist positiv, dennoch benötigt dieses Projekt unsere Fürsprache und Unterstützung.


Mutiges Handeln dürfen die Bürgerinnen und Bürger von uns als Gemeinderat erwarten. Dafür wurden wir im vergangenen Jahr gewählt. Mutig Handeln auch gegenüber den übergeordneten Behörden, den Kreis- Landes- und Bundespolitikern, die um die Sorgen und Nöte von Kirchheim wissen müssen und dann hoffentlich bereit sind sich für eine Verbesserung der Lebenssituation der Kirchheimerinnen und Kirchheimer einzusetzen, sei es in der Beschleunigung des Verfahrens für eine effektive Ortsumfahrung, den sinnvollen Aus- und Umbau des öffentlichen Nahverkehrs oder der konstruktiven und offenen Zusammenarbeit in Genehmigungsverfahren.
Für das kommende Haushaltsjahr wünschen wir uns, dass die geplanten Prozesse schneller und zügig vorangebracht werden. Es ist doch nicht gerade ermutigend, wenn zwischen Projektierung und Verwirklichung Zeiträume von mehreren Jahren liegen.
Zum Schluss möchten wir uns bei Herrn Bothner und seinem Team bedanken für die Erstellung des Haushaltsplanes. An der Seriosität der vorgelegten Zahlen und Planungen, speziell im Investitionsbereich haben wir keine Zweifel und tragen diese voll mit. Der gesamten Verwaltung möchten wir unsere Unterstützung bei der Umsetzung der angestrebten Ziele zusagen.


Ich möchte Enden mit einem Zitat des Schriftsteller Jean Paul der sagte:
Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet


 WeinKultur Kirchheim

„Die Faszination der Landschaft in Flaschen füllen“

 

Stephan Hennig im Wengert mit Rosa
Stephan Hennig im Wengert mit Rosa

5 Fragen zur WeinKultur Kirchheim an Stephan Hennig

 

1. Was zeichnet das Projekt WeinKultur Kirchheim aus?

 

Das Besondere daran ist, dass viele verschiedene Akteurinnen und Akteure zusammenkommen und ihre verschiedenen Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen. Alle haben aber ein gemeinsames Ziel: die Steillagen weiter zu bewirtschaften und die Faszination der Landschaft in Flaschen zu füllen.

Da sind die Verwaltung und der Gemeinderat, die den Mut hatten, das Projekt anzustoßen. Da ist Thomas Nollenberger, der seine Erfahrung im Weinbau und ganz viel Zeit einbringt und ein tolles Team zusammengestellt hat, das in und um den Weinberg herum so viele Ideen hat, wie Rosa, Roberto und Regina noch bekannter und beliebter werden.

 

2. Was motiviert Sie, Teil der WeinKultur-Mannschaft zu sein?

 

Als nicht gebürtiger Kirchheimer, der in seiner Kindheit und Jugend nicht die Weinberge rauf und runter gelaufen ist, fasziniert mich die Landschaft auch nach fast 30 Jahren immer noch. Als Gemeinderat sah ich es als unsere Aufgabe an, dieses Erbe zu bewahren. Die vielen Mühen und der viele Schweiß, die frühere und heutige Generationen in den Steillagen vergossen haben, sollte nicht durch wildes Buschwerk überwuchert werden. Es hat mich sehr gefreut, dass wir uns innerhalb des Gremiums schnell einig waren, dieses Projekt anzugehen, und ich hoffe, dass diese Einigkeit lange anhält. Klar war mir auch, dass ich nicht nur vom Ratstisch aus das Projekt begleiten, sondern auch ganz praktisch etwas dazu beitragen wollte. Daher war es mir eine Freude im Herbst bei der Lese zu helfen, denn theoretisch kann man die Steilheit nicht erleben.

 

3. Was bedeuten Ihnen die Weinberge in Steillagen?

 

Kirchheim ist für uns als Familie zur Heimat geworden und mit dieser Heimat sind die Weinberge fast genauso eng verbunden wie die Menschen im Ort. Ganz deutlich wird mir dies, wenn ich die Stufen vom Fahrradweg hoch zur Weinterrasse steige und dann den Blick nach Kirchheim richte. Da breitet sich in mir ein schönes Gefühl von Geborgenheit und Dazugehörigkeit aus. 

 

4. Was erwarten Sie von den Weinen der WeinKultur Kirchheim?

 

In erster Linie, dass sie gut schmecken, denn das ist das überzeugendste Argument. Der Rest wird aufgrund der guten Ideen der WeinKultur-Mannschaft von selbst laufen und die Menschen überzeugen.

 

5. Was wünschen Sie der WeinKultur Kirchheim im Jahr 2021?

 

Den Reben wünsche ich ausreichend Regen zum Wachsen, den Trauben genügend Sonne zum Reifen und Geschmack entwickeln. Dem Team wünsche ich viel Energie und Kreativität für weitere Ideen und dem Gemeinderat weiter den Mut, das Projekt zu befürworten. Den Zweiflern und Kritikern wünsche ich, dass sie mit jedem Schluck von Rosa, Regina und Roberto ihre Zweifel und ihre Kritik ablegen können.  

 

Stephan Hennig lebt mit seiner Familie seit 1993 in Kirchheim. Er sitzt für die Wählergemeinschaft Kirchheim im Gemeinderat und ist erster Stellvertreter des Bürgermeisters. Ihm ist es „wichtig, dass Kirchheim dieser lebenswerte Ort bleibt, den ich kennen und lieben gelernt habe“.

 

Übrigens: Der Vorverkauf für den Premierenjahrgang der WeinKultur Kirchheim läuft noch. Aber nicht mehr lange. Noch können exklusiv im Kirchheimer Dorfladen (KiD), in der Obsthalle an der B27 zwischen Kirchheim und Lauffen sowie in den Verkaufsstellen der Weingärtner Stromberg-Zabergäu in Brackenheim und Bönnigheim Gutscheine für die erste Rosa gekauft werden. Doch das Limit ist nah. 7,50 Euro kostet das Kärtle, das sich ab 5. März 2021 in eine Flasche samt edlem Inhalt verwandeln lässt. 

 

Wer der WeinKultur Kirchheim online folgen will, kann das tun:

Auf Instagram: wein.kultur.kirchheim

Auf Facebook: WeinKultur Kirchheim


 

 WeinKultur Kirchheim

„Es wäre schön, wenn wir den Wein auf der Weinterrasse genießen könnten“

Erfasst von: Gayer, Helmut (07.02.2021)

Jürgen Brückner mit Rosa
Jürgen Brückner mit Rosa

5 Fragen zur WeinKultur Kirchheim an Jürgen Brückner

 

Es ist kaum zu glauben: Mehr als 1000 Gutscheine für ihre Erstlingsweine Rosa und Regina

haben die Macher der WeinKultur Kirchheim bereits verkauft. Dabei ist das kommunale

Weinprojekt viel mehr als ein Unternehmen, das in den Kirchheimer Steillagen Trauben für

gute Weine erzeugt. „Es ist die Mischung aus Haupt- und  Ehrenamtlichen samt den vielen

Unterstützern, die das Projekt einzigartig macht“, sagt Gemeinderat und WeinKultur-Freund

Jürgen Brückner im Interview.

 

1.  Herr Brückner, was zeichnet das Projekt WeinKultur Kirchheim aus?

 

Der Wille, die besondere Kulturlandschaft der Steillagen nicht nur verbal zu erhalten, sondern

auch tatkräftig. Es ist die Mischung aus Haupt- und Ehrenamtlichen samt den  vielen Unter-

stützern, die das Projekt einzigartig macht.

 

2.  Was motiviert Sie, Teil der WeinKultur-Mannschaft zu sein?

 

Dass die Idee nach dem Startschuss so gut und schnell angegangen wurde und dass das

Miteinander in der Mannschaft super funktioniert.

 

3.  Was bedeuten Ihnen die Weinberge in Steillagen?

 

Sie bilden eine einzigartige Kulisse sowohl von unten als auch von oben. Man kann sich vorstellen,

welche Mühe es gekostet hat, diese Landschaft zu schaffen. Ohne sie wäre Kirchheim nicht das

Kirchheim, das wir heute kennen.

 

4.  Im Moment kann man sich noch Gutscheine für die Weißweincuvée Regina sichern. Was erwarten

Sie von den Weinen der WeinKultur Kirchheim?

 

Als erstes, dass sie gut schmecken. Als zweites, dass sie Werbung für die Weinkultur über

Kirchheim hinaus machen.

 

5.  Was wünschen Sie der WeinKultur Kirchheim?

 

Dass die Mannschaft so engagiert weitermacht wie sie begonnen hat und die Weichen ent-

sprechend für die nächsten Jahre stellt. Es wäre schön, wenn wir 2021 den Wein auch auf

der Weinterrasse genießen können.


Neuer Gemeinderat konstituiert

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung am 22. Juli gab es das große Stühlerücken innerhalb des Gemeinderates.

Auch in den Reihen der Wählergemeinschaft gab es Veränderungen. Hochmotiviert nahmen mit Olga Gouma und Jürgen Brückner zwei neue Mitglieder am Ratstisch für die WGK Platz. Mit Petra Bohnenstingel verlaesst eine treue und gute Mitstreiterin den Gemeinderat. Petra Bohnenstingel war nicht zur Wiederwahl angetreten.

 

Unsere Gemeinderäte:  Tobias Lorenz, Tobias Munz, Christoph Braun, Stephan Hennig

                                          Hubert Deisinger, Jürgen Brückner, Petra Bohnenstingl (nun leider nicht                                                        mehr im Gemeinderat), Olga Gouma, Sabine Reiffert

 

Von der WGK sitzen fuer Sie künftig folgende Vertreter:

 

Verwaltungs- und Bauausschuss:          Christoph Braun, Jürgen Brückner, Stephan Hennig,

                                                                    Tobias Munz,

Sozialausschuss:                                        Christoph Braun, Olga Gouma, Stephan Hennig,

                                                                     Sabine Reiffert

Kinderhaus-Ausschuss:                           Christoph Braun

Gemeindeverwaltungsverband (GVV):  Stephan Hennig, Tobias Munz

Musikschulbeirat:                                      Tobias Lorenz

Zweckverband Weidach (ZVW):                Jürgen Brückner, Tobias Lorenz

Ältestenrat:                                                 Hubert Deisinger

 


26. Mai 2019: Die Ergebnisse der Gemeinderatswahl

Bis spät in die Nacht wurden die Stimmen der Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 ausgezählt.

Mit fast 16.000 Stimmen konnte die Wählergemeinschaft ein sensationelles Wahlergebnis erzielen.

Acht Kandidatinnen und Kandidaten haben es in das Gremium geschafft. Wir freuen uns sehr für Stephan Hennig, Tobias Munz, Hubert Deisinger, Sabine Reiffert, Tobias Lorenz, Jürgen Brückner, Olga Gouma und Christoph Braun.

Auch alle anderen Kandidatinnen und Kandidaten, die  nicht ins Gremium gewählt wurden, haben ein hervorragendes Einzelergebnis erzielt und so zur tollen Gesamtstimmenzahl beigetragen.

Auf diesem Weg möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Wählerinnen und Wählern für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

 

Ihre Wählergemeinschaft Kirchheim